Freitag, 7. Mai 2010

Day 8 – Grenze Syrien – Salamiya – Palmyra

Das Wichtigste in Kürze:


Autobesetzung:
Rot: Kindler/Hierl
Weiss: Jakob/Vargas
Blau: Maguin/Gebhard

Km gefahren: 530 km
Von: 10.00 Uhr bis 22:30 Uhr

Durschnittsgeschwindigkeit: 42 km/h

Mit Vollgas überfahrene Bodenschwellen: 3 (kaputte Stoßdämpfer: 1)
Bakschisch: 0
Team Chill Faktor: sensationell

Roadbook-Aufgaben:
- Wein und Essensrezept aus dem durchfahrenen Land
- Foto Übergabe Hilfsgüter im Kinderheim von Salamiya

Nach einer ziemlich kurzen Nacht, haben wir morgens bei sengender Hitze festgestellt, dass sich die Umgebung „über Nacht“ extrem verändert hat: es war alles ziemlich karg und trocken, nichts im Vergleich zu den satten grünen Berghängen Anatoliens.

Das Tagesziel war die Oasenstadt Palmyra, aber natürlich nicht über den direkten Weg, sondern über die alte Seidenstrasse. Also entlang der Bergketten parallel zum Libanon. Die Seidenstrasse zu finden war allerdings schwieriger als gedacht, da der Unterschied in der Beschilderung zwischen Autobahn und Bundesstrassen schwierig zu erkennen war (Gegenverkehr, Bodenwellen und u-turns sind auf der Autobahn nicht ungewöhnlich)

Leider sind wir am Ende doch kurzzeitig auf der Autobahn gelandet, und da es uns wichtig war, etwas von der Landschaft zu sehen und regelkonform unterwegs zu sein, sind wir natürlich umgedreht und haben uns den Weg bei den sehr hilfsbereiten Syrern erfragt.

Wir sind durch malerische Gegenden im Westen von Syrien gefahren, und haben nach ein paar Stunden, und viel zu vielen nicht lesbaren arabischen Straßenschildern gemerkt, dass wir nicht wirklich den Weg gefahren sind, den wir wollten. Aber die sensationelle Umgebung, sowie der herzliche Kontakt mit den Syrern hat uns für den der „kleinen“ Umweg mehr als entschädigt.

Tagesaufgabe war es einen Stopp in Salamiya einzulegen und unsere Hilfsgüter und Geschenke beim dortigen Kinderheim abzugeben. Wir hatten das Glück am Ortseingang der Stadt eine Kolonne an Rallyeteams zu finden, der wir uns anschließen konnten, sonst hätten wir dieses Kinderheim so schnell nie gefunden ;-). Die Kinder und Verantwortlichen vor Ort haben sich sehr gefreut. Da wir noch ein gutes Stück Wüstendurchquerung bis Palmyra vor uns hatten, sind wir bald wieder aufgebrochen. Wir haben es tatsächlich geschafft, uns bei der einzig möglichen (ok nicht beschilderten) Kreuzung zu verfahrenen und auf einer nicht vollendeten Strasse in der Wüste zu landen. Aber auch hier kam uns aus dem Nichts gleich wieder ein Syrer zur Hilfe.

Unter klarem Sternenhimmel haben wir in der Wüste ein sensationelles Picknick mit unserem letzten Pfister mit Salami und Käse genossen. Unseren Schlafplatz haben wir, wie wir am nächsten Morgen festgestellt haben, perfekt ausgesucht: der Parkplatz der Zitadelle von Palmyra mit sagenhaften Ausblick über die Palmenoase und das Ruinenfeld.



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